• Dachs Der Dachs
  • Allgemeine Informationen

    Der europäische Dachs (Meles meles) ist ein weit verbreiteter Vertreter der einheimischen Säugetiere. Volkstümlich als „Meister Grimbard“ aus Märchen und Fabeln benannt, ist er in vielen Flur- und Ortsnamen (z.B. Dachsberg, Dachsgrund) verewigt. Zwar ist er durch seine markante Kopfzeichnung jedem bekannt, jedoch haben die wenigsten von uns ihn aufgrund seiner heimlichen Lebensweise tatsächlich zu Gesicht bekommen. Der vorliegende Internetauftritt mit Live-Aufnahmen der Aktivitäten am Dachsbau soll im Rahmen eines Projektes der Umweltbildung Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die Lebensweise dieser interessanten Tierart etwas näher bringen und so die Sensibilität für unsere typischen mitteleuropäischen Wald- und Gebüsch-Landschaften erhöhen. Das Projekt wird gemeinsam von der Naturwacht Saarland (in Trägerschaft der Naturlandstiftung Saar) und dem Umwelt-Campus der Hochschule Trier durchgeführt. Wir wünschen ihnen viel Spaß bei der Beobachtung.

  • Artbeschreibung

    Unser Dachs (Meles meles) ist der größte Vertreter der Marderartigen in Europa. Sein Körper erreicht eine Größe von 60-85 cm (Kopf-Rumpflänge) und wird durch einen bis zu 20 cm langen Schwanz zusätzlich verlängert. Das Gewicht der erwachsenen Tiere kann bis zu 20 kg betragen. Charakteristisch und unfehlbar für die Artansprache ist die typische schwarz-weiß Streifung am langen und schlanken Kopf. Obwohl für Laien auf den ersten Blick ähnlich aussehend, ist der Dachschädel anhand seiner Zahnformel eindeutig von einem Fuchsschädel zu unterscheiden.

  • Fortpflanzung

    Ein Dachspaar soll in lebenslänglicher Ehe leben. Die Fortpflanzungszeit fällt in den Hochsommer. Im Februar / März werden dann zwei bis fünf ca. 12 cm große Junge geboren. Mit 4-5 Wochen öffnen sie ihre Augen. Die Jungtiere werden bis zu drei Monaten gesäugt. Im September / Oktober löst sich die Familie auf, wobei oftmals noch Jungtiere im Bau der Mutter überwintern. Mit eineinhalb bis zwei Jahren sind Dachse geschlechtsreif. In menschlicher Obhut sind Dachse zuweilen bis 15 Jahre alt geworden.

  • Der Dachsbau

    Unser Dachs lebt vorwiegend in Wäldern aber auch in buschbestandenen Feldgehölzen und Parklandschaften. Sein Bau ist ein Mehrgenerationenprojekt, welches einen Durchmesser von über 30 Meter haben kann. Der bis 5 Meter tief gelegene Kessel wird mit Moos, Gras oder ähnlichem gepolstert und steht durch zahllose verzweigte Röhren mit der Außenwelt in Verbindung. Ein Dachsbau wird nicht selten über Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte von Abkömmlingen derselben Familie bewohnt und erweitert. So hatte ein in England entdeckter Dachsbau 50 Schlafkammern und 178 Eingänge. Obwohl Dachse hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktive Tiere sind sonnen sie sich nicht selten auch am Tage vor ihrem Bau. Bei starker Kälte oder hoher Schneedecke verbringt der Dachs in Mitteleuropa oft Tage und Wochen in seinem Bau. Er schläft dann meistens und zehrt von dem im Herbst angesammelten Fett.

    Dachsbau
  • Lebensraum und Verbreitung

    Der europäische Dachs ist fast in ganz Europa südlich des Polarkreises verbreitet. Sein Vorkommen reicht zudem über Vorder-, Inner- und Ostasien mit einer Unterart bis nach Japan (Meles meles anakuma). In den Alpen ist er bis in eine Höhe von 2000m anzutreffen.


    Verbreitung

    Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/2b/Verbreitung_meles_meles.svg
    Lizenz: CC-by-sa 2.0/de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/legalcode)
    Author: David W.

Der vorliegende Internetauftritt mit Live-Aufnahmen der Aktivitäten am Dachsbau soll im Rahmen eines Projektes der Umweltbildung Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die Lebensweise des europäischen Dachses etwas näher bringen und so die Sensibilität für unsere typischen mitteleuropäischen Wald- und Gebüschlandschaften erhöhen.


Das Projekt wird gemeinsam von der Naturwacht Saarland (www.naturwacht-saarland.de) und dem Umwelt-Campus der Hochschule Trier durchgeführt. Wir wünschen ihnen viel Spaß bei der Beobachtung. Fragen zur Ökologie des Dachses beantwortet ihnen gerne der Ranger des UNESCO MaB Biosphärenreservates Michael Kessler. Ebenso können sie bei ihm Termine für eine Exkursion zu den Dachsen erfragen.


Kontakt:
NATURWACHT Saarland
in Trägerschaft der Naturlandstiftung Saar
Ranger Michael Keßler
Haus Lochfeld
D-66399 Wittersheim

Mobil: +49(0)174/9503523
m.kessler@naturwacht-saarland.de

Studentisches Projekt
Hochschule Trier
Umwelt-Campus Birkenfeld
Institut für Softwaresysteme (ISS)
Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel
Postfach 13 80
55761 Birkenfeld

eMail:  p.fischer-stabel(at)umwelt-campus.de